Narbenkorrektur

Veröffentlicht von vitale-lebenskraft.de am 9. September 2009

Es gibt immer wieder Menschen, die durch Unfälle, Verbrennungen oder auch ganz normale Operationen Narben davongetragen haben. Diese werden besonders dann als störend und unästhetisch empfunden, wenn sie sich an sichtbaren Körperstellen befinden. Abgesehen davon bereiten manche Narben auch noch weit schlimmere Probleme, indem sie beispielsweise über den Gelenken die Dehnbarkeit der Haut und damit die Beweglichkeit mehr oder weniger stark einschränken können. Hier lässt sich durch eine Korrektur der Narbe einiges verbessern, obwohl natürlich solch ein ästhetisch-plastischer Eingriff die Narbe, trotz so manch gegenteiliger Behauptung, auch nicht vollständig beseitigen oder unsichtbar machen kann. Trotzdem können sich die erzielten Ergebnisse durchaus sehen lassen, sind allerdings von der Art und Größe, dem Verlauf und natürlich der Wundheilung stark abhängig.

Narbenkorrekturen sind in der Regel keine großen Eingriffe und können deshalb meist auch ambulant durchgeführt werden. Lediglich bei größeren operativen Veränderungen muss mit ein paar Tagen Klinikaufenthalt gerechnet werden.
Im Normafall wird die Korrektur unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Hierzu wird in Verbindung mit einem Beruhigungsmittel regional ein Betäubungsmittel gespritzt.

Der Verlauf einer Narbenkorrektur kann je nach Art der Narbe und deren Größe natürlich unterschiedlich verlaufen. Man unterscheidet hier beispielsweise Keloiden, hypertrophe Narben und Kontrakturen. Ganz besonders störend und deshalb als sehr unästhetisch gelten Narben im Bereich des Gesichtes. Hier werden unterschiedliche Verfahren eingesetzt, um die Narben so unsichtbar wie nur irgend möglich zu machen. Eine dieser Methoden ist die so genannte Z-Plastik. Sie kann angewandt werden, wenn die Narbe quer zu den natürlichen Hautlinien verläuft. Bei ungünstiger Narbenlage wird mittels eines hochfrequenten Schleifgerätes die oberste Hautschicht entfernt und die Haut somit geglättet.

Größere Narbenbereichen bedürfen meist auch umfangreicherer Eingriffe. Zur Versorgung dieser Bereiche können unter Umständen Hauttransplantationen notwendig werden. Sie gelten in erster Linie der Funktionsverbesserung und weniger der Ästhetik, da die transplantierte Haut, was Farbe und Beschaffenheit angeht, von der Umgebung abweichen kann.
Natürlich kann es vorübergehend, wie bei jeder „normalen“ Operation auch, zu Blutergüssen und Schwellungen kommen – das ist nicht ungewöhnlich. In sehr seltenen Fällen kann eine Drainage des Blutergusses oder eine so genannte chirurgische Sanierung des Wundgebietes wegen einer Infektion nötig werden, allerdings nur, wenn keine Antibiotika anschlagen.

Zur Verbesserung und Erzielung eines optimalen Ergebnisses, kann eine Narbenkorrektur auch wiederholt und in mehreren nacheinander folgenden Schritten vollzogen werden.

Nach der operativen Korrektur wird ein Verband angelegt. Leichte Schmerzen, Ziehen oder Brennen sind beim Heilungsprozess ebenfalls nicht ungewöhnlich und können einfach medikamentös behoben werden. Meist werden nun, nach ungefähr einer Woche, die Hautfäden entfernt. Nach einer Kontraktur am Gelenk muss anschließend bis zur völligen Funktionsherstellung eine krankengymnastische Therapie durchgeführt werden.

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